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Schloss Wilhelmshöhe und Herkules, (c) Stadt Kassel; Foto: Kassel Marketing GmbH

Juristische Gesellschaft zu Kassel


Gegründet wurde die Juristische Gesellschaft zu Kassel 1955 in der Juristenstadt Kassel mit damals zwei Bundesgerichten (Bundessozialgericht und Bundesarbeitsgericht), drei Obergerichten (Verwaltungsgerichtshof, Finanzgericht und vier Zivilsenate des OLG Frankfurt) sowie Landgericht, Staatsanwaltschaft, Amtsgericht, Verwaltungsgericht, Arbeitsgericht und Sozialgericht. Daneben gab und gibt es etliche Verwaltungsbehörden, wie Regierungspräsidium, Landeswohlfahrtsverband, Stadtverwaltung, Landkreisverwaltung sowie Rechtsabteilungen verschiedener Unternehmen und niedergelassene Rechtsanwälte und Notare. Weiterhin besteht traditionell ein enger Kontakt zur Juristischen Fakultät der Universität Göttingen sowie seit deren Gründung auch zur Universität Kassel (Institut für Wirtschaftsrecht). Insgesamt sind in Kassel und Umgebung weit mehr als 1000 Juristen tätig.

Erster Vorsitzender der Juristischen Gesellschaft zu Kassel im Jahr 1955 war der damalige Präsident des Bundesarbeitsgerichts
Prof. Dr. Hans Carl Nipperdey. Zu den Gründungsmitgliedern gehört im Übrigen auch eine der Mütter des Grundgesetzes, Elisabeth Selbert, damals Rechtsanwältin und Notarin in Kassel.

Die Juristische Gesellschaft zu Kassel hat knapp 300 Mitglieder. Ihre Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen sind auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich. Gehalten werden die Vorträge aus den verschiedensten Themenbereichen von bundesweit eingeladenen Funktionsträgern aus Politik, Justiz und Verwaltung sowie vor allem von Hochschullehrern, die meist zu aktuellen rechtlichen Fragen Stellung nehmen.

Seit einigen Jahren gehört zu den satzungsmäßigen Zielen der Juristischen Gesellschaft zu Kassel auch die Förderung der akademischen Juristenausbildung. Hierzu gehört insbesondere die Verleihung von Preisen für herausragende Dissertationen und Masterarbeiten an den Universitäten Göttingen und Kassel sowie die Unterstützung einzelner Projekte, wie Deutschlandstipendium, Moot Court etc.

Traditionell gehören dem Vorstand der Juristischen Gesellschaft zu Kassel Vertreter von Justiz, Universitäten und Anwaltschaft an.